
Deutsche Hersteller
Firmengeschichte Max Carl
Der bekannteste deutsche Hersteller von mechanischem Spielzeug war die Firma Max Carl. Ihr Logo, auf jeder Figur aufgeklebt und auf jeden Karton gedruckt, zeigt einen Affenkopf, eingebettet in ein großes C mit einem kleinen m.
Max Carl übernahm 1924 den bereits 1892 von seinem Schwiegervater Heinrich Bernhard Döring in Judenbach/Thüringen gegründeten Betrieb für Kuschel- und Stofftiere. Dieser hatte ab 1920 erste Spieltiere mit Laufwerk entwickelt. In den folgenden Jahren wurden sie innerhalb des Sortiments immer mehr zu Verkaufsschlagern. Dabei handelte es sich um Spring- und Lauftiere wie Katzen, Hunde, Bären, Elefanten, Frösche und Mäuse, die sich auf Holzbeinen bewegten. Ihre Körper waren aus Pappmaché per Hand gedrückt. Anschließend wurden sie mit Fell oder Plüsch überzogen.
Ab 1926 änderte sich die Herstellung der mechanischen Spieltiere. Maschinell hergestellte Pappkörper lösten die Pappmachékörper ab. Angefeuchtete Pappe wurde mittels einer Pressmaschine mit einem Stempel in eine aufgeheiltzte Eisenform eingedrückt und zu einem Hohlkörper geformt. Der Hohlkörper bestand aus zwei Hälften. In eine Hälfte wurde das Laufwerk eingefügt und die andere Hälfte mittels Klammern darangeheftet. Die Laufwerke der Figuren und Tiere stammten von den Nürnberger Firmen Paul Weiß (bis 1957), Tipp & Co. und Gebrüder Bühler (bis 1988). Die Blechteile, wie z. B. Musikinstrumente, wurden von der Zirndorfer Firma 'Wünnerlein & Co. (Wüco) bezogen.
Zwischen 1930 und 1936 kamen die ersten musizierenden Affen auf den Markt. Ein beliebter Artikel zu dieser Zeit war "Hein mit dem Schifferklavier". Das war ein Matrose mit einem zweitonigen Akkordeon. Er wurde von der Firma A. Illing & Co., Sonneberg vertrieben. 1937 wurde der "Tanzende Hund" ins Sortiment genommen. Diesen gab es bereits von der Firma Tipp & Co. aus Blech zu kaufen. Max Carl orderte ihn, überzog ihn mit Plüsch und hatte ihn bis in die 70er Jahre im Programm. Die auf allen Vieren laufenden und den Kopf bewegenden Spieltiere, wie Bären, Esel, Elefanten, mit einem sehr komplizierten Werk ausgerüstet, wurden zur Spezialität der Firma Carl. Daneben fertigte der Betrieb auch große Schaustücke, die zur Dekorationszwecken in Kaufhäusern aufgestellt wurden. Da gab es eine Kuh mit richtigem Euter, ausgestattet mit einem Melkschemel und einem Eimer. Sie konnte richtig gemolken werden.
Nach Kriegsende produzierte die Firma in der sowietisch besetzten Zone weiter. Sie versuchte es mit neuen Materialen und produzierte erfolgreich Plastikspielwaren. Besonders beliebt bei Sammlern ist ein dem populären BMW 328 nachempfundes Auto aus Kunstharz Bakelit. Dafür wurde extra ein langlaufendes Uhrwerk entwickelt. Die Firma Carl wurde 1952 bei der Zusammenfassung kleinerer Betriebe zu volkseigenen Betrieben (VEB) von der DDR-Regierung enteignet. Max Carl und sein Sohn Helmut übersiedelten mit ihren Familien nach Creidlitz bei Coburg, ohne Konstruktionspläne und Aufzeichnungen mitnehmen zu können. Im alten Betrieb in Judenbach wurde das Warenprogramm weiter produziert. 1972 wurde das Gebäude und die Fertigung dem VEB Sonni in Sonneberg unterstellt und die Produktion eingestellt.
Im Keller ihres Wohnhauses in der Rennerstraße in Creidlitz begann die Familie Carl von neuem Plüsch- und Stoffspielwaren herzustellen. Der Sohn, Helmut Carl, übernahm die Leitung, sein Vater Max Carl arbeitete als Angestellter. Sie spezialisierten sich wieder auf die Produktion von mechanischen Figuren. Im Laufe der Jahre wuchs das Sortiment von drei auf über 150 verschiedene Figuren an. Auch der Betrieb vergrößerte sich und beschäftigte bereits Anfang der 60er Jahre über 180 Mitarbeiter.
1954 wurde die Produktion der Affenkapelle wieder aufgenommen. Von den einzelnen Musikanten wurden in rund 40 Jahren etwa 15 Millionen hergestellt und in nahezu alle Länder verkauft. Im gleichen Jahr entstand auch die Musikbox mit den musizierenden Affen, genannt "Bimbo-Box". Es gab sie in einer großen Ausführung im 50er Jahre Design, aber auch in einer kleineren Variante. Die großen Exemplare erfreuten vor allem in Kaufhäusern und Gaststätten Groß und Klein.
1970 wurde das Fimenlogo geändert. Das rotweiße Schild trug die Aufschrift "CARL original" mit einem vereinfachten Affensymbol. Zwei jahre später lösten Plastikkörper die bisherigen Pappkörper ab. Die bunten schönen Faltschachteln wurden durch Verpackungen mit Sichtfenster ersetzt.
Zur Sommerolympiade in München 1972 fertigte die Firma Carl nach Abschluß eines Lizenzvertrages das Maskottchen "Waldi" an, entworfen von dem Designer Otl Aicher. Im Jahre 1973 beschäftigte das Unternehmen ca. 200 Mitarbeiter in verschiedenen Fertigungsstätten: Creidlitz, Coburg, Aschau am Chiemsee. In dieser Zeit wurden viele Teile aus Metall durch Plastik ersetzt. 1975 löste der Plastiksteckschlüssel den Metallschlüssel ab und statt der Blechtrommel gab es nur noch die Plastiktrommel.
Ein großer Flop waren die ferngesteuerten Hunde, die wesentlich billiger in Fernost hergestellt wurden Die Marktchancen wurden allgemein immer schlechter. Der letzte Firmenkatalaog wurde 1987 herausgegeben. Zwei Jahre später wurde der Vertrieb der Figuren an die Zirndorfer Blechspielzeugfirma Lorenz Bolz übergeben. 1992 stellte Helmut Carl aus Altersgründen die 100jährige Spielzeugproduktion der Firma Carl ein.
Das ovale Markenzeichen der Spielzeugfirma Max Carl bestand aus einem roten



Affenkopf, umschlossen von einem weißen "C" auf grünem Grund. Das kleine "m" bedeutet wohl Max.
Firmengeschichte Erich Motschmann EMO
Die von Erich Motschmann 1949 in Neustadt bei Coburg gegründete Firma EMO gehört zu den weniger bekannten Betrieben, die mechanische Spielfiguren herstellten. Aus dem Zweiten Weltkrieg als Offizier ohne erlernten Beruf heimgekehrt, fing er in einem kleinen Gebäude zunächst mit der Produktion von Puppen an. Nachdem die Zulieferbetriebe wieder in vollem Umfang mechanische Antriebe und Halbteile lieferten, begann Motschmann mit der Produktion von kleinen mechanischen Plüschtieren, die der "hüpfen" ließ.
Der Aufbau und das Innenleben der Figuren waren vergleichbar mit denen der Firma Max Carl. Das Herz der Figuren, die hochwertige Mechanik mit Aufziehwerk, lieferte die Firma der Gebrüder Bühler aus Nürnberg. Um das Werk herum kam ein Körper aus Pappe, der mit einfachem Plüsch oder andern Stoffen beklebt wurde. Die Köpfe wurden bezogen, sofern sie nicht wie andere Zubehörteile, aus Kunststoff bestanden. In den 70er Jahren ging man dazu über, Körperschalen aus Kunststoff einzusetzen oder Glieder und Füße aus Kunststoff zu verwenden.
Die im Volksmund "Hüpfer" genannten Tiere waren schnell ein großer Erfolg, da sie aufgrund ihrer einfachen Machart und ihrer billigen Herstellung günstiger verkauft werden konnten, als die Figuren der Konkurrenten. In den 50er Jahren kam die bekannte Affenkapelle auf den Markt, die später auch als Bären-, Igel-, Katzen- und Hundekapelle hergestellt wurde. Die Tiere wurden mit Schellen, Trommel, Ziehharmonika und Rumba-Kugeln ausgestattet. Mitte der 60er Jahre wurden diese Kapellen mit Disney-Figuren ergänzt. Aufgrund des Mitte der 60er Jahre entwickelten Wackel-Laufwerkes konnten verschiedene Plüsch- und Vinylartikel damit ausgestattet werden.
Anhand des für die sitzenden und stehenden EMO-Figuren typischen Buckels ist es leicht, sie von Produktionen anderer Firmen, wie z. B. Max Carl oder Hans Zitzmann, zu unterscheiden. Ein weiterer Unterschied ist der festsitzende Schlüssel, der bei Carl bis in die 80er Jahre aus Metall, bei EMO aus weißem Kunststoff bestand.
Firmenlogo 
Firmengeschichte Hans Zitzmann HZ
Die Firma Hans Zitzmann wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von dem ehemaligen Siemens-Ingenieur Hans Zitzmann in Neustadt bei Coburg in unmittelbarer Nachbarschaft der Firma EMO gegründet. Sein Schwiegervater, Alfred Döring, der die bereits 1919 gegründeten Firma "Gebr. Döring Inhaber Friedrich Döring" von seinem Vater übernommen hatte, produzierte nach dem Krieg in Neustadt ebenfalls mechanisches Spielzeug.
Aufgrund seiner technischen Begabung entwickelte Hans Zitzmann zahlreiche neue mechanische Laufwerke, die er durch Musterschutz und Patentanmeldungen schützen ließ. Bereits im Jahre 1952 beschäftigte er in seinem Betrieb 20 Mitarbeiter. 1955 errichtete er ein Gebäude mit neuen Büro- und Produktions- räumen und Wohnräumen für seine aus Köppelsdorf bei Sonneberg nachgezogene Familie.
Neben den aus Pappe geprägten, mit Plüsch und Filz bezogenen Spieltieren und -figuren wurden auch Vinylspielzeuge hergestellt. Sie trugen aufgrund ihrer raffinierten mechanischen Laufwerke nicht unerheblich zum geschäftlichen Erfolg der Firma bei.
Wie auch bei der Firma Motschmann nahm die Wirtschaftlchkeit des Betriebes mit der zunehmenden Konkurrenz aus den asiatischen Ländern ab. Die Schwierigkeit, geeignete Mitarbeiter zu finden, trug ebenfalls dazu bei, dass Hans Zitzmann im Jahre 1979 mit dem Erreichen des Pensionsalters die Produktion einstellte.
Hans Zitzmann hatte seine Fabrik gleich neben Erich Motschmann in Neustadt bei Coburg.
Firmenlogo 
Firmengeschichte Gebr. Döring
Wie in vielen Wäldlerdörfern des Thüringer Waldes hatte neben dem Schnitz- und Drechslerhandwerk auch das Bossiererhandwerk Eingang in Judenbach gefunden. Von hier gingen die produzierten Spielwaren an die Spielzeugverleger ins nahegelegene Sonneberg und von dort in alle Welt. Einige der Judenbacher Bossierer spezialisierten sich auf das Überziehen der gedrückten und geschnitzten Tiere mit Schaf- oder Kaninchenfell. Später verwendete man aber auch Plüsch bzw. Filz zum Beziehen der Figuren.
Einer dieser Bossierer, der sich mit solchen Arbeiten beschäftigte, war der am 4. 11. 1868 in Judenbach geborene Friedrich Döring. Mit seiner Idee, diesen bossierten Tieren ein mechanisches Werk, ähnlich den Nürnberger Blechspielwaren, einzubauen, gründete er um die Jahrhundertwende mit seinem Bruder die Firma "Gebr. Döring". Nach dem Ausscheiden des Bruders firmierte er unter "Gebr. Döring Inhaber Friedrich Döring"
Er erwarb in Hüttensteinach ein Anwesen, verlegte die Firma dorthin und baute den Bretrieb zum zweitgrößten des Ortes auf. Zwischen 1919 und 1939 standen über 50 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Am 23. 2. 1898 wurde der Sohn Alfred geboren, der, wie alle Kinder zu dieser Zeit, sehr früh im elterlichen Betrieb mitarbeiten mußte. Recht bald wurde er auch mit Führungsaufgaben betraut und es gelang ihm durch freundschaftliche Beziehungen ein gutes Verhältnis zu Woolworth in Sonneberg aufzubauen. Er schuf somit die Grundlage, um in den Export nach den USA einzusteigen.
Hergestellt wurden vorwiegend mechanische Spieltiere, die anfangs noch von Heinersdorfer Drückern in Papiermaché ausgeformt wurden. Erst viel später wurden die Hohlkörper aus gestanzter und geprägter Pappe hergestellt. Durch die aus Nürnberg bezogenen Uhrwerke konnten die Spieltiere unterschiedliche Bewegungen ausführen. Nach dem Zusammenheften der Pappehälften, dem Einsetzen des Uhrwerkes wurde der Rohling mit in passenden Formen geschnittenem Plüsch überzogen, der mittels Knochenleim auf den Pappkörper geklebt wurde. Den letzten Schliff erhielten die Spieltiere dann durch farbige Handbemalung (später wurden die Farben aufgespritzt, frei oder mit Schablonen) und Garnieren mit Zubehörteilen, wie z. B. Hüten, Stöcken, Blumen etc. In bunten Kartons verpackt traten die hüpfenden, trommelnden oder tanzenden Spielsachen über die Verleger, Grossisten und Einzelhändler ihren Weg in die Kinderzimmer an.
Die schweren Zeiten nach dem ersten Weltkrieg mit Rezession und Inflation waren überstanden, der Betrieb florierte dank des unternehmerischen Geschicks des Ehepaares Döring wieder.
Adolf und Hilde Döring (geb. Eichhorn, 26. 2. 1902) bekamen am 27. Januar 1927 eine Tochter, Marga, die in Köpppelsdorf geboren wurde. Der Aufschwung setzte sich zwar bescheiden, aber stetig fort, so dass auch die Anzahl der Mitarbeiter wieder anstieg. Jedoch sollte diese Entwicklung nicht mehr allzu lange anhalten. Die Kriegsereignisse 1939 - 1945 hatten auch die Fabrikräume der Fa. Döring verwaisen lassen. Der Neuanfang vollzog sich infolge fehlender Rohstoffe und Verlust der alten Geschäftsverbindungen nur schleppend. Mit der Enteignung 1946 wurde dieser Neuanfang jäh unterbrochen.
Von MESJU zu Sonni, eine Geschichte des Ortes Judenbach
Der Ort Judenbach in Thüringen profitierte seit jeher von seiner günstigen Lage an der alten Heeres- und Handelsstraße zwischen Nürnberg und Leipzig. Verschiedene bekannte Hersteller mechanischer Spielfiguren, wie z. B. "Gebr. Döring" oder "Max Carl", hatten ihre Werkstätten in Judenbach.
Bald nach dem Zweiten Weltkrieg fingen die kleinen Spielzeugfirmen in Judenbach wieder an zu produzieren. Da jedoch nach der Gründung der DDR im Jahr 1949 damit begonnen wurde, die privaten Betriebe zu enteignen, wanderten viele ab und versuchten sich z. B. im Coburger Raum eine neue Existenz aufzubauen.
Aufgrund der in der DDR eingeführten Planwirtschaft wurde auch die Spielzeugindustrie wie alle anderen Industriezweige weitgehend neutral geleitet. Kleinere Firmen wurden zu "Volkseigenen Betrieben" (VEB) zusammengefasst. Daraus entstand 1953 in Judenbach der volkseigene Betrieb "MESJU VEB Mechanische Spielwaren-Judenbach". Anfangs produzierte man mit 20 Beschäftigten in einem Wohnhaus. Das Sortiment bestand aus mechanischen Kunststoffautos, Karussells, Motorrollern und mechanischen Plüschspielwaren, wie Pferden, Katzen, Bären, Eseln, Elefanten, Affen und Skifahrern. Ein besonderer Verkaufsschlager war wie schon in den Vorkriegsjahren die Affenkapelle. Bereits zehn Jahre nach Kriegsende hatte sich die Spielwarenindustrie im Ort Judenbach vom drohenden Niedergang erholt.
Die Verstaatlichung der verliebenen privaten Spielwarenfirmen erfolgte schrittweise. Anfang der 50er Jahre wurde in der DDR die Verordnung über die PGH (Produktionsgenossenschaften des Handwerks) erlassen. Dies war eine sozialistische Genossenschaft, deren Mitglieder Handwerker oder Gewerbetreibende waren. Der Zusammenschluss beruhte auf einer freiwilligen, gemeinschaftlichen/kollektiven Arbeit innerhalb der PGH. Ziel war es, durch den Zusammenschluss ein Gemeineigentum an den Produktionsmitteln zu bilden. Beschäftigte und mithelfende Ehepartner konnten ebenfalls Mitglieder in der Produktionsgenossenschaft des Handwerks sein. Die Sortimente wurden gestrafft und viele Artlikel als unrentabel ausgemustert.
In Judenbach gründete sich die "Koppelhund.-Genossenschaft des Spielwarenhersteller-Handwerks GmbH Judenbach". Sie legte sich den Namen "Koppelhund" zu, da dieser Artikel aus Judenbach auf dem Markt immer noch sehr gefragt war. Anfang der 70er Jahre wurde die Spielzeugindustrie umfassender zentralisiert. Weitere private Firmeneigentümer mussten ihre Anteile komplett an den Staat verkaufen und es entstanden nun größere Kombinate. 1971 wurde das Kombinat der "DDR-Spielzeugindustrie" mit Sitz in Sonneberg gebildet und somit die traditionell gewachsene kleinteilige Struktur der Sonneberger Wirtschaft endgültig aufgegeben. Ein Jahr später folgte die Enteignung der letzten privaten Betriebe und Genossenschaften. Mit dem 1. Januar 1972 wurde MESJU in die bereits im Jahr 1958 gegründete VVB (Vereinigung Volkseigener Betriebe) Spielwaren integriert und dem VEB Sonni Sonneberg unterstellt. die Fertigung der mechanisch-beweglichen Plüschspielwaren bei MESJU wude bald darauf ganz eingestellt. Diese übernahm nun das Werk für Plüschspielwaren "Sonni'" in Sonneberg.
Nachdem 1972 ein Großbrand das Werk in der Unteren Marktstraße vernichtet hatte, begann man in Oberlind mit dem Bau eines neuen Werkes. Dort war auch die Leitung des 1981 gegründeten VEB Kombinat Spielwaren Sonneberg untergebracht. In ihm wurde die komplette Spielzeugindustrie der DDR zusammengefasst. In insgesamt 31 ostdeutschen Betrieben produzierten rund 27.000 Beschäftigte Spielwaren aller Art. Das Sortiment umfasste ca. 35.000 verschiedene Erzeugnisse. Neben der Versorgung der eigenen Bevölkerung mit Spielwaren wurden etwa 44 % der Gesamtproduktion in 37 Länder auf allen Kontinenten geliefert. 1990 wurde das Spielwarenkombinat aufgelöst.

und Japan